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Die Münchner Kirchenzeitung ist die katholische Wochenzeitung im Erzbistum München und Freising. Inhaber und Verleger der als Bistumsblatt im Auftrag des Erzbischöflichen Ordinariats herausgegebenen, 28 Seiten umfassenden Wochenzeitung ist der Diözesanverband des Sankt Michaelsbundes. Herausgeber ist Ordinariatsrat Dr. Armin Wouters. Als Beilage enthält die Kirchenzeitung den Münchner und Rosenheimer Kirchenanzeiger.

Inhaltlich geht es um die Berichterstattung über das Leben der Kirche - von der Pfarrei bis zum Papst, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Erzdiözese als Verbreitungsgebiet, die Einordnung des Geschehens in Kirche und Welt durch Kommentierung, Glaubens- und Lebenshilfe, Kultur, Soziales und Service.

Die erste Ausgabe des von Münchner Stadtpfarrern gegründeten und herausgegebenen „Wochenblatts für die katholischen Pfarrgemeinden Münchens“ - so hieß die Kirchenzeitung ursprünglich - trägt das Datum vom 5. Januar 1908. Was auf acht kleinen Seiten begann, wuchs und gedieh - seit Juli 1910 unter dem Dach des „Katholischen Preßvereins für Bayern“, des heutigen Sankt Michaelsbunds. Schon bald gab es erste Fotos und Anzeigen. Seit 1919 dann nannte sich das Blatt „Münchener Katholische Kirchenzeitung“, seit 1935 war es das Bistumsblatt der ganzen Erzdiözese München und Freising. Prägende Gestalten der ersten Jahrzehnte waren die Prälaten Ludwig Müller und Simon Irschl, einer ihrer erfolgreichsten Werber der selige Pater Rupert Mayer.

Während der NS-Zeit wurde der Hauptschriftleiter der Kirchenzeitung und spätere Prälat Michael Höck wegen seiner Artikel für vier Jahre im KZ Dachau interniert. Nach vielen Schikanen und Problemen mit der Papierlieferung durfte die Kirchenzeitung von 1940 bis 1945 nicht mehr erscheinen. Die Zulassungsnummer sechs der Nachrichten-Kontrolle der Militär-Regierung spricht für die Vertrauenswürdigkeit der Verantwortlichen nach dem Krieg. Da sind zuerst für kurze Zeit der bayerische Dichter Alois Johannes Lippl und der Salesianerpater Edmund Johannes Lutz. Dann aber schon bald und für gute 20 Jahre Monsignore Lorenz Freiberger, der die Zeitung durch sein journalistisches Geschick weit nach vorn bringt, manchmal sogar zum politischen Tagesgespräch macht.

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und seinen Folgen werden gesellschaftliche Themen in der Kirchenzeitung wichtiger. Auch das Selbstverständnis wird stärker diskutiert. Die für guten Journalismus notwendige Unabhängigkeit einerseits und die im speziellen Kontext unverzichtbare Loyalität andererseits haben der Münchner Kirchenzeitung bis heute einen guten Ruf verschafft. Seit 1972 kürzt sich die Zeitung MKKZ ab, ihr Layout ist kleinteiliger geworden. Verantwortung tragen für einige Jahre Georg Thurmair, der bis heute einen Namen als Dichter von Kirchenliedern hat, und für lange Zeit Hans-Georg Becker sowie Johannes Schießl. Seit 2013 ist nun Anian Chrstoph Wimmer als als neuer Chefredakteur und Leiter der Kirchenzeitung tätig. Als weitere Namen sind zu nennen: Karl Wagner, Hannes Burger und - wenn auch nur in seinen Anfängen - der große Herbert Riehl-Heyse.

Seit 1991 heißt die MKKZ wieder Münchner Kirchenzeitung. 1997 hält erstmals Farbe Einzug, zuerst nur auf dem Titel, ab 2000 auf vier Seiten und seit 2008 auf allen Seiten. Zum 11. Februar 2013 wurde der Relaunch der Kirchenzeitung vollzogen, einhergehend mit einem neuen Leitsatz : Klar, kompetent und im besten Sinn katholisch!