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Eine völlig neue Welt der Psalmen
Die biblischen Psalmen haben nicht nur die jüdische sondern auch die christliche Gebetstradition bis heute tief beeinflußt. SAID, der große Dichter aus dem Iran, stellte sich in dem vielbeachteten Gedichtband "Psalmen", der 2007 erschienen ist, dieser Tradition und interpretierte sie ganz neu.
Ein Geschichtenerzähler erinnert sich an seine AnfängeMit seinen Erzählungen aus dem jiddischen Stettl verzaubert Alexander Kostinskij ein großes Publikum in ganz Deutschland. Aber wie wurde er zum Geschichtenerzähler? Auch darüber gibt es – und das ist nun wirklich nicht verwunderlich – eine ganz eigenartige, zärtlich-melancholische Geschichte, die so gar nicht in ein Buch passt.
Im Sommer 2006 brachen Friedrich Brandl aus Amberg, Harald Grill aus Wald und Bernhard Setzwein aus Waldmünchen zu einer zweiwöchigen Wanderung durch das bayerisch/böhmische Grenzgebiet auf. Im langsamen Tempo des Fußgängers erkundeten sie die Goldene Straße, die schon im Mittelalter berühmt und wichtig war. Ihre Reiseerlebnisse haben sie in Gedichten, Erzählungen und Tagebuchnotizen festgehalten. Dies ist mehr als nur das Buch zu einer Wanderung, sondern das völkerverbindende Porträt einer Transitregion im Herzen Europas. Wer selbst die Goldene Strasse erkunden will, erfährt hier viel Interessantes und entdeckt ganz nebenbei drei ganz unterschiedliche literarische Temperamente und Sichtweisen.
Afrikanische Märchen, temperamentvoll und unverwechselbar erzählt und musikalisch umgesetzt von einem weißen "Griot".
"Griots" sind Musiker, Historiker, Chronisten, Geschichtenerzähler und Berater in einer Person. Ihre Tradition wird vom Vater auf den Sohn vererbt. Seit Jahrhunderten genießen sie großen Respekt bei der westafrikanischen Bevölkerung.
Blues ist nicht nur die Bezeichnung für eine musikalische Form, sondern auch die Beschreibung für ein Lebensgefühl des Zorns, der Trauer, der Verzweiflung und der Klage über soziale Ungerechtigkeit. John Kirkbride verleiht diesem Lebensgefühl authentischen Ausdruck. Gemeinsam mit seiner Band und in der klassischen Blues- Besetzung - akustische und elektrische Gitarre, Mundharmonika, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug - singt er von amerikanischen Schicksalen.
Drei stimmungsvolle Geschichten von Erich Jooß führen tief in das Geheimnis von Weihnachten ein und lassen ahnen, warum sich die Welt mit der Geburt Christi verändert hat. Erich Jooß erzählt hier von ganz alltäglichen Weihnachtswundern, aber auch vom großen Wunder der Geburt des Gottessohnes.
Hier werden Streifzüge durch die mittelfränkische (Dorf-)Heimat unternommen, erfüllte Augenblicke beschrieben und mundartliche Sprachschätze gehoben. Vieles von dem, was Godehard Schramm unnachahmlich schildert, ist heiter, anderes wundersam oder nachdenklich-verspielt. Immer wieder wird deutlich, dass die kleinen Geschichten und Beobachtungen bewußt geerdet sind. Wie die "Gebrüder Bäume" vergessen sie darüber aber nicht den Blick in den Himmel.
Musik und Lyrik verbinden sich bei dieser CD zu einer anspruchsvollen Einheit. Autor Richard Exner spricht selbst seine Texte, darunter die Gedichte der berühmten "Kindermesse". Seine Lyrik ist tief religiös und gleichzeitig weltoffen. Sie handelt von der Zeichenhaftigkeit unseres Lebens, von Verwandlung und Auferstehung. Nora Sander, die bekannte Harfenistin, spielt dazu meditative Stücke von J.S. Bach bis Rossini. Eine sorgfältige, meisterhaft aufgenommene Produktion für anspruchsvolle Musik- und Literaturkenner.
Dies ist das erste Hörbuch des ukrainisch-jüdischen Dichters Alexander Kostinskij. Auf seine unnachahmliche Art, voller Witz, Weisheit und Melancholie, erzählt er vom versunkenen Land der Kindheit, dem Stettel. Die zauberhaften Geschichten werden untermalt durch traditionelle Kletzmer-Klänge. Eine vorzügliche Produktion, die Literatur und Musik auf das Schönste miteinander verbindet. Die Stimme des Erzählers mit ihrem liebenswerten Akzent prägt sich so stark ein, dass man beim Zuhören die Zeit vergisst.
Für diese CD hat Asta Scheib vier Geschichten ausgewählt, von denen drei auf Kindheitserinnerungen zurückgreifen. Kindheit wird dabei nicht idyllisiert. Immer ist ein jähes Erschrecken spürbar über die Unmöglichkeit des Glücks. Asta Scheib erweist sich hier als eine virtuose Erzählerin, die in sehr unterschiedliche Sprechrollen schlüpfen kann und der es glaubwürdig gelingt, die Stimmungen der Heranwachsenden, ihre frühen Identifikationsprobleme und ihre pubertären Sehnsüchte einzufangen.