Dezember 2017: "Als Gott einer von uns wurde" von Erwin Kräutler

Einer von uns: Gedanken zur Weihnachtsbotschaft aus Sicht der Armen und Benachteiligten.

Weihnachten in Brasilien? Eine schweißtreibende Sache. Doch die äußeren Unterschiede in Temperatur und Jahreszeit kommen Erwin Kräutler belanglos vor angesichts der großen sozialen Unterschiede, die in Brasilien zu Weihnachten ganz besonders krass sichtbar werden. Während die einen ein Hochfest des Konsums feiern, gibt es bei den anderen kaum Geschenke, weil dafür kein Geld da ist. Dafür steht die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem und deren kirchliche Feier im Mittelpunkt des Festes. Aus der Perspektive der Armen und weniger Begüterten formuliert Kräutler seine "Gedanken zur Weihnachtsbotschaft".

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Gott-mit-uns

Entscheidend ist aus dieser Sicht, dass Gott durch die Geburt "Gott-mit-uns" geworden ist, dass er sich damit den Geringen, den Verachteten und Armen zugewandt hat. Aus dieser Zuwendung schöpfen sie Zuversicht und Lebensmut. Die kurzen meditativen Texte gehen jeweils von einem Vers aus den Schrifttexten der Weihnachtszeit aus und beziehen dessen Aussage auf den Alltag. So z.B. zu "Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt." (Joh 1,9): "Leuchte, du wahres Licht, / wenn wir nach dem Sinn des Lebens suchen, / wenn Sorgen uns plagen, / wenn wir Leid erfahren. [...] Glühe, du himmlisches Licht, / wenn wir für Recht und Gerechtigkeit eintreten, / wenn uns Schwestern und Brüder um Hilfe bitten, / wenn wir die Schöpfung und die Würde der Menschen verteidigen." Offen sprechen seine Texte soziale Probleme an, Jugendliche ohne Arbeit, die drogensüchtig werden, die Vertreibung indigener Völker, die Not kleiner Landwirte usw. Gleichzeitig sind sie voller Hoffnung und zeugen von großem Gottvertrauen, das aus dem Glauben an den "Gott-mit-uns" erwächst - und das zum Handeln anregt. "Weihnachten ist, / wenn wir Gottes Gegenwart erfahren / und an seine Liebe glauben. / Die Gewissheit, dass er bei uns ist, / verleiht uns die Kraft, trotz aller Rückschläge, / nicht mutlos zu werden, / für Gerechtigkeit einzutreten, / unsere Mit-Welt zu schützen / und das Leben und die Würde / aller Menschen zu verteidigen."

Eigene Erfahrungen zwischen Vorarlberg und Amazonien

Zwei längere Texte erzählen - leicht anekdotisch gefärbt -, wie Kräutler, der aus Vorarlberg stammt und bis 2016 Bischof von Xingu in Amazonien war, Weihnachten in Brasilien erlebt hat, in einem baufälligen Pfarrhaus und bei einem liebevoll inszenierten Krippenspiel mit einem besonderen Jesus-Kind. Seine "Gedanken zur Weihnachtsbotschaft" setzen mit ihrer Option für die Armen einen ganz eigenen, ebenso berührenden wie nachdenklich stimmenden Akzent in der Advents- und Weihnachtszeit. Der Tyrolia-Verlag veredelte diese ungewöhnliche Perspektive auf Weihnachten durch zweifarbigen Druck und einen Einband in Leinen. Eine wohltuend andere, völlig unsentimentale Sicht auf Weihnachten.

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November 2017: "Unerschrocken" - von Thomas Dienberg

Wenn man statistischen Erhebungen glauben darf, dann ist der "Angstindex" der Deutschen im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent gestiegen, und auch im Jahr 2017 liegen die größten Ängste der Deutschen weit über dem üblichen Niveau - Terrorismus und politischer Extremismus, mögliche Spannungen durch den Zuzug von Ausländern bereiten den meisten Menschen große Sorgen. "Fürchtet Euch nicht!" ist dagegen eine der immer wiederkehrenden Botschaften der Bibel. Aber ruft die Heilige Schrift damit nicht zu einem unrealistischen Optimismus auf, der die Probleme dieser Welt einfach nicht wahrhaben möchte? Der Kapuzinerpater Thomas Dienberg, Professor für Theologie der Spiritualität, tritt in seinem neuen Buch "Unerschrocken" dafür ein, die Ängste der Menschen anzuerkennen und nicht zu verdrängen. Angst ist ja auch nicht nur ein destruktives Gefühl, sondern rät dem Menschen in gefährlichen Situationen zur Vorsicht und hilft ihm so zu überleben. Und auch Jesus selbst hat schließlich Angst erlebt, im Garten von Gethsemane, eine tiefe Angst vor Leiden und Tod. Angst zu haben ist also durchaus menschlich, stellt Dienberg fest, entscheidend ist nun aber, wie der Mensch mit der Angst umgeht - und da kann der Glaube dabei helfen, Wege zu finden, sich in seinem Handeln nicht ganz von seinen Ängsten bestimmen zu lassen.

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Fünf "unerschrockene" Gestalten

"Unerschrockenheit" ist also eine aus dem Glauben erwachsende Tugend, die dem Menschen hilft, allen auch noch so berechtigten Ängsten mit Gleichmut, Gelassenheit und Großmut zu begegnen. Zunächst stellt Dienberg fünf "unerschrockene Gestalten" vor, die als Vorbild dienen können, wie man das Leben auch in außergewöhnlich angstvollen Zeiten mutig aus dem Glauben gestalten kann. Dietrich Bonhoeffer, Oscar Arnulfo Romero und Martin Luther King leisteten allen Ängsten zum Trotz mutig gewaltlosen Widerstand gegen Diktatur, Unterdrückung oder Rassenhass und waren bereit, am Ende mit ihrem Leben für ihren Glauben einzustehen. Dienberg führt aber auch zwei Vorbilder der "Unerschrockenheit" vor, die ihren Glauben nicht nur gegen äußere Widerstände, sondern vor allem in ihrem Inneren selbst verteidigen und dabei ebenfalls manche Ängste überstehen mussten: Therese von Lisieux, die im Kloster lange Zeiten der Abwesenheit Gottes erlebte und dennoch ihre Liebe zu ihm nicht aufgab, und Etty Hillesum, die als niederländische Jüdin die Deportation in ein Durchgangs- und dann in das Konzentrationslager ertrug, ohne je ihr Vertrauen in Gott zu verlieren. Aus diesen Schicksalen arbeitet Thomas Dienberg dann exemplarische "Haltungen der Unerschrockenheit" heraus, die uns einen bewussten und befreiten Umgang mit unseren Ängsten ermöglichen: Es gilt zunächst, die eigenen Ängste wahrzunehmen und sich ihnen zu stellen; es geht aber auch darum, sich seine Sehnsucht einzugestehen und sie in ihrer Unerfülltheit offenzuhalten. Es ist einerseits wichtig, auch mit manchen unbeantworteten Fragen leben und ein "Ich weiß es nicht" stehen lassen zu können; andererseits sollte man auch Gott nicht in Ruhe lassen, nicht irgendwann resignieren angesichts von Leid und Ungerechtigkeit in der Welt, damit das Leben nicht einfach in eintönige Sinnlosigkeit mündet.Unverzichtbar für den Glauben ist ein gewisser Mut, Zeugnis und Bekenntnis dafür abzulegen, woran man glaubt - dazu braucht es aber auch das Vertrauen, dass man trotz aller Stürme im Letzten von Gott gewollt und gehalten ist. An diesem Punkt erweist sich für Thomas Dienberg auch noch einmal, was sich schon bei der Analyse der Angst gezeigt hatte:

Letztlich ist jede menschliche Angst zurückzuführen auf die Angst vor dem Tod - diese kann aber im Glauben überwunden werden.

Ein größerer Anhang enthält dann Texte verschiedener Autoren mit Weiterführungen zu einzelnen Aspekten des Themas, aufbereitet durch Impulsfragen Dienbergs zum Weiterdenken. So kann das Buch gut dazu dienen, dass sich die Leserinnen und Leser nach ihren eigenen Ängsten fragen, um diesen in Zukunft "unerschrockener" zu begegnen.

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Oktober 2017: "Klartext bitte!" von Christian Ohlding

Ein sehr persönlich gefärbter Beitrag zur Frage, wie der christliche Glaube zeitgemäß verkündet werden kann."Die Kirche ermöglicht die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Dafür ist sie da ... In allem, was Kirche und Christen tun, soll die Liebe Gottes zu den Menschen deutlich und erfahrbar werden." Diese elementaren Einsichten drohen in der katholischen Kirche in Deutschland in Vergessenheit zu geraten, meint Christian Olding. Voraussetzung für eine lebendige Kirche, der man die christliche Botschaft abnehme, seien Menschen, die sich voll und ganz auf Jesus Christus einlassen, die seinen Anspruch akzeptieren: "Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben!" Erst wenn wieder mehr Menschen alles auf eine Karte, auf Gott setzen, "wird es gelingen, auch wieder andere Menschen für die Vision Gottes zu gewinnen." Mit deutlichen Worten wehrt sich Olding gegen eine "Das war schon immer so"-Kirche und wirbt für Offenheit gegenüber Veränderungen. Seit 2000 Jahren stehe die Kirche am Anfang, suche der Glaube sich neue, zeitgemäße Formen. Das sei unangenehm und anstrengend, doch ein Beharren auf dem, was war und eine Verklärung der Vergangenheit sei nicht im Sinne Jesu. Olding hat den Eindruck, die Kirche verkaufe sich aus dieser Bequemlichkeit heraus unter Wert, spüle ihre Botschaft weich, in der Hoffnung, auf diese Weise wenigstens noch ein bisschen Gehör zu finden. Doch statt Menschen zu bewegen, ersticke die Verkündigung den Glauben in "hohlen Formeln und Phrasen".

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Neue Wege, um Jesus Christus und den Glauben zeitgemäß zu verkünden.

Doch Olding bleibt nicht bei der Kritik der Verhältnisse stehen, sondern schildert, welche Wege er mit anderen zusammen gegangen ist, um auf zeitgemäße Weise von Jesus Christus zu erzählen und den Glauben zu verkünden. Dazu erzählt er zunächst, wie und warum er Priester wurde und welche Kämpfe er dabei zu bestehen hatte, berichtet von seiner Arbeit als Kaplan in Emmerich und Geldern am Niederrhein. In Emmerich und weit darüber hinaus machte er sich einen Namen mit den "veni!"-Gottesdiensten, die moderne Ästhetik mit der Heiligen Messe verbanden. Lichteffekte und Filmsequenzen sollten helfen, "Menschen in die Feier und die Beziehung zu Gott zu führen". Doch das Projekt rief auch Kritik hervor und wurde zur Zielscheibe für alle möglichen Konflikte in der Emmericher Gemeinde. Olding und sein Pfarrer mussten schließlich gehen. Ausführlicher als den Konflikt selbst beschreibt Olding die geistliche Auseinandersetzung mit der Glaubenskrise, die das Ende seiner Emmericher Zeit bei ihm auslöste. In Geldern war für ihn ein Neuanfang möglich - und schon bald entstanden neue Ideen, GODatDinner beispielsweise. Interessierte können Olding und sein Team zum Essen einladen, bei dem dann über ein vom Einladenden selbst gewähltes religiöses Thema gesprochen wird. Es geht darum, "in entspannter und offener Atmosphäre über die wesentlichen Dinge miteinander ins Gespräch zu kommen". Diese offene und entspannte Atmosphäre strahlt auch das Buch aus. Klare Ansagen, die sicher nicht jedem/er gefallen werden, aber dazu anregen, sich neu Gedanken über die eigene Beziehung zu Jesus zu machen und darüber, wie ich - Sie - ein glaubwürdiges und überzeugendes Bekenntnis ablegen kann. "Am Ende geht es darum: Ist dir dieser Gott peinlich, oder ist er es dir wert? Klartext, bitte!"

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September 2017: "Die Würde des Alters und die Vollendung des Lebens" von Kardinal Karl Lehmann

Im Antlitz des alten Menschen das Bild des Menschen neu entdecken - Nachdenkliches über das Alter. Die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft ist ein großes Thema: Immer mehr Menschen werden immer älter. In dieser Situation ruft der frühere Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, inzwischen selbst 81 Jahre alt, Theologie und Kirchen dazu auf, die Ausdehnung der Lebensphase des Alters bewusst aus einer religiösen Perspektive in den Blick zu nehmen. Beim Blick in die Bibel sieht der Autor eine hohe Wertschätzung des Alters, gleichzeitig aber auch eine nüchterne Sicht der Wirklichkeit: Das Alter hat eine besondere Würde, welche aber nicht alleine durch Erreichen einer bestimmten Anzahl von Lebensjahren entsteht und auch das Nachlassen von Kräften und gewisse Einschränkungen mit sich bringt.

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Ein Weniger an Optionen und ein Bewußtsein von dem, was bleibt und dauert.

Die Würde des Alters entspringt vielmehr einer bestimmten Haltung, die jedoch auch verfehlt werden kann. Gerade durch seine Begrenzung, das bevorstehende Ende, legt das Alter dem Menschen die Einsicht nahe, das Leben nicht in den eigenen Händen zu halten. Diese Einsicht in ein Weniger an Optionen, gibt aber auch ein Mehr an Freiheit und Offenheit: „Aus dem Gefühl der Vergänglichkeit kann etwas in sich selbst Positives kommen: das immer deutlicher werdende Bewusstsein von dem, was nicht vergeht, was bleibt und dauert.“ – Das neue Buch von Kardinal Lehmann ist keineswegs nur für ältere Leser/innen bestens geeignet. Denn bedeutsam sind die darin angesprochenen Fragen für jeden Menschen, und das nicht nur, weil auch die heute Jungen (hoffentlich) einmal alt werden. Vielmehr, da diese Fragen in jeder Lebensphase wichtig sind und unsere Einstellung zum Leben sowie das Verhältnis der Generationen untereinander überhaupt berühren. Man kann darum gar nicht umhin, sich dem im Vorwort geäußerten Wunsch des Autors, sein Buch möge „Nachdenklichkeit fördern und Segen stiften“, aus vollem Herzen anzuschließen.

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August 2017: "Mit Lust und Liebe glauben" von Christoph Hutter , Martina Kreidler-Kos

Die Quadratur des Kreises ist möglich: Das Papstschreiben über Ehe und Familie im Alltagscheck in Pastoral und Familie. "Es ist gut, den Morgen immer mit einem Kuss zu beginnen." Hätten Sie erwartet, so einen Satz in einem päpstlichen Schreiben zu finden? Er stammt aus "Amoris laetitia", dem Schreiben, in dem Papst Franziskus die Ergebnisse der Bischofssynode zum Thema Familie zusammenfasst und weiterführt. Dass sich die Lektüre von "Amoris laetitia" für alle Gläubigen lohnt, wollen Martina Kreidler-Kos und Christoph Hutter - beide im Bistum Osnabrück in der Familienpastoral tätig - mit ihrem Buch zeigen. Da dem Papst daran gelegen ist, dass jede/r Christ/in ihn versteht, geht es ihnen vor allem darum, das Schreiben in einen größeren Zusammenhang zu stellen, sowohl was andere kirchliche Texte angeht, als auch was die psychologische und soziologische Sicht auf Ehe und Familie betrifft.

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Die Frage nach der "Alltagstauglichkeit"

Im ersten Teil fassen sie die wesentlichen, teils bahnbrechenden Aussagen von "Amoris laetitia" zusammen. Im zweiten Teil fragen sie nach der Alltagstauglichkeit der päpstlichen Empfehlungen ("Alltagscheck" genannt) und zeigen damit, dass "Amoris laetitia" mitten aus dem Leben schöpft. Im dritten Teil schließen sich praktische Ideen an, die sich auf das Familienleben beziehen. Vorschläge für eine Postkartenaktion machen Lust, im privaten Umfeld wie in der Gemeinde mit den Gedanken von "Amoris laetitia" hausieren zu gehen. Die Gedanken des Papstes zu Ehe und Familie, auch zu deren Scheitern, können einen innerkirchlichen Klimawandel einleiten, weg von der Doktrin hin zu mehr Barmherzigkeit. Aber das bedarf des breiten Engagements aller Katholiken, nicht nur der Profis. Deshalb haben Kreidler-Kos und Hutter das Buch für alle geschrieben, die sich für Glaubensfragen interessieren. Eine bereichernde und ermutigende Lektüre, die einlädt, diesen kirchlichen Klimawandel im eigenen Umfeld zu verwirklichen. (Religiöses Buch des Monats August)

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Juli 2017: "Am Ende das Nichts?" von Gerhard Lohfink

Der Tod ist nicht das Ende - die christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod und ihre Bedeutung für das Hier und Jetzt. Der Titel des neuen Buches von Gerhard Lohfink bringt die alles entscheidende Frage des menschlichen Lebens bereits auf den Punkt. Natürlich kann man die Frage, was uns wohl nach unserem Tod erwartet, auch verdrängen, aber sie kehrt doch immer wieder zurück, spätestens dann, wenn ein Mensch stirbt, der uns nahesteht: Ist er dann wirklich einfach weg oder gibt es nicht doch irgendeine Form des Weiterlebens?

Was sagt denn die Bibel zu dieser Frage?

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Wenn man zunächst das Alte Testament betrachtet, fällt einem auf: gar nicht besonders viel. Gerhard Lohfink erklärt seinen Lesern, warum das so ist: Das Volk Israel beschreibt in der Heiligen Schrift die Erfahrungen, die es mit Gott gemacht hat, und das sind Erfahrungen in dieser Welt: Diese Welt hat Gott geschaffen, in dieser Welt hat er sich Abraham, Isaak und Jakob offenbart, in dieser Welt hat er das Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten befreit. Um ein mögliches Leben nach dem Tod ging es dabei zunächst nicht. Und doch taucht in diesen Texten immer wieder eine Gewissheit auf, die dem Menschen Hoffnung gibt auch über den Tod hinaus: Einem Menschen, der sich ganz Gott anvertraut - was kann dem schon Schlimmes geschehen? Und genau das hat Jesus von Nazaret, von dem das Neue Testament berichtet, eindrucksvoll bestätigt. Jesus verkündigte immer wieder: Das Reich Gottes ist schon in diese Welt gekommen - und auch sein Handeln hat genau das gezeigt: Jesus heilt die Kranken, und erweckt sogar Tote wieder zum Leben. Mehr noch als in diesen Machttaten bestätigt Jesus die Botschaft vom Reich Gottes aber gerade durch seine Machtlosigkeit, in der er den Tod am Kreuz erleidet - im absoluten Vertrauen auf Gott. Und Gott rettet seinen Sohn tatsächlich sogar aus dem Tod, er hat ihn von den Toten auferweckt.

Was bedeutet das nun für uns, was wird mit uns im Tod geschehen?

Zuallererst darf der Christ im Glauben darauf vertrauen, dass der Tod kein Ende sein wird - vielmehr die endgültige Begegnung mit Gott, dem absoluten Leben selbst. Allerdings wird diese Begegnung für den Menschen auch zum Gericht - und wenn vor Gott wirklich alles offenbar wird, dann geht das für uns Menschen nicht ohne Schmerz über unser Versagen und unsere Schuld; gleichzeitig aber werden wir auch die ganze Liebe und das ganze Erbarmen Gottes erfahren dürfen. Und weil ein einzelner Mensch gar nicht denkbar ist ohne andere Menschen und auch nicht ohne die Schöpfung, deshalb wird die Auferstehung wirklich alle und alles umfassen. Vorstellbar ist das für uns Menschen allerdings nicht, darauf weist Gerhard Lohfink immer wieder hin, denn unsere Begriffe können Gottes Ewigkeit natürlich nicht erfassen. Trotzdem kann uns aber die Aussicht auf die Auferstehung der Toten einiges für das Leben lehren: für den Umgang mit Sterben und Tod der Anderen und für die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit. (Religiöses Buch des Monats Juli)

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Juni 2017: "Hallo Welt, hier Kirche" von Norbert Fink

Mit Begeisterung Gottes Liebe im Jetzt und Hier verkünden.

Der Titel mag in Verbindung mit dem Cover aufdringlich und befremdlich wirken. Wer das Buch deshalb links liegen lässt - so ist es mir zunächst gegangen -, verpasst allerdings etwas. Norbert Fink, Pfarrer und Jugendseelsorger im Erzbistum Köln, sucht immer wieder neue Wege, Menschen von der Liebe Gottes zu erzählen, ob mit Poetry-Slam-Predigten oder Rap-Texten über Gott und Glaube, die er auf youtube hochlädt, oder eben mit diesem Buch.

Nicht Glaubenswissen, sondern Lust auf Gott

Er will damit nicht in erster Linie Glaubenswissen vermitteln.Vielmehr will er "Lust darauf machen, mit Gott in Beziehung zu treten", weil er überzeugt ist, dass man auch als "moderner Mensch" "hervorragend" katholisch sein und als Christ leben könne.

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Deshalb schreibt er immer in Verbindung mit seinen eigenen Erfahrungen über Gott, über Jesus, über Berufung, Gebet, Sterben und Tod. Auch von der Trauung von Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis, der er assistiert und die RTL II live übertragen hat, erzählt er. Auf diese Weise regt er die Leser/innen z.B. an, darüber nachzudenken, wo Gott in ihrem Leben Spuren hinterlässt, wie er sich "äußert" und mit ihnen in Beziehung treten will. - Die Begeisterung, mit der Norbert Fink seinen Beruf und seine Berufung lebt, spricht aus jeder Seite - und färbt ab. Man kann dieses Buch wohl kaum lesen, ohne sich von einem der vielen Aspekte angesprochen zu fühlen, nach seinen Videos auf youtube zu suchen. Fink steht für eine unkonventionelle, kreative Art andere für Gott zu begeistern.

Jungen Erwachsenen und anderen jung gebliebenen Leser/innen empfohlen.

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Mai 2017: "Die nackten Fragen des Evangeliums" von Ermes Ronchi

Zehn Betrachtungen zu Fragen des Evangeliums, die ins Zentrum des christlichen Glaubens führen.

Wie können wir Menschen mit Gott ins Gespräch kommen? Ganz einfach, sagt der italienische Theologe und Priester Ermes Ronchi, lassen wir uns doch ein auf die Fragen, die Gott selbst uns stellt. Die Evangelien überliefern uns mehr als 220 Fragen, die Jesus an seine Jünger und an die Menschen, denen er begegnete, gestellt hat. Und wer diese Fragen näher betrachtet, merkt schnell, dass die Fragen des Evangeliums "nackte Fragen" sind, unverhüllte und ungeschminkte Fragen, in denen es sofort um unser ganzes Leben, um unser ganzes Selbst geht. Zu zehn dieser Fragen hat Ermes Ronchi Betrachtungen verfasst, die er 2016 bei den alljährlichen Exerzitien von Papst Franziskus und der römischen Kurie vorgetragen hat. Zehn Fragen, die wirklich ins Zentrum des christlichen Glaubens führen, beginnend mit der ersten Frage Jesu an Andreas und Johannes bei ihrer ersten Begegnung: "Was sucht ihr?" Diese Frage wirft uns ganz zurück auf uns selbst - und zeigt uns zugleich, dass uns etwas fehlt.

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Fragen eröffnen Gesprächsräume

Die Jünger beginnen im gleichen Augenblick zu begreifen, was oder vielmehr wer allein die Antwort auf diese Frage sein könnte, sie lassen sich ein auf das Gespräch, und ihre Antwort, die ebenfalls eine Frage ist ("Wo wohnst du?"), wird zum Beginn ihres Weges der Nachfolge.Anders als Antworten eröffnen Fragen zunächst einmal vor allem Räume für weitere Gespräche. Ermes Ronchi weist jedoch darauf hin, dass die Fragen des Evangeliums darüber hinaus selbst auch schon Offenbarung sind - denn sie zeigen uns Menschen, wofür Gott sich interessiert. Die Fragen Jesu sind zwar meist sehr ernste und herausfordernde Anfragen an uns, sie sind aber dem noch voraus zuallererst Ausdruck des großen und aufrichtigen Interesses Gottes an uns Menschen: "Warum habt ihr solche Angst?", "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" und in unüberbietbar liebevoller Weise: "Frau, warum weinst du?" Wichtig ist Padre Ronchi auch, dass sich viele Fragen Jesu nicht an den Einzelnen richten, sondern an die Gemeinschaft der Jünger: "Wie viele Brote habt ihr?" Bei aller Wichtigkeit einer persönlichen Gottesbeziehung darf die Sorge um die anderen nicht zu kurz kommen: Gerade weil jeder Einzelne wichtig ist, müssen wir uns auch umeinander kümmern. Denn alle Fragen laufen letztlich hinaus auf die eine Frage, die Jesus zum Schluss des Johannes-Evangeliums dem Petrus dreimal stellt: Liebst du mich? Ein Dialog, bei dem Jesus die Anforderungen jedesmal noch weiter herunterschraubt, um Petrus entgegenzukommen - Jesus bittet um unsere Liebe, aber ohne zu überfordern. Die Liebe ist wirklich die Mitte des christlichen Glaubens, und doch ist das Christentum weit mehr als eine bloße Gefühlsreligion: "Christus zu lieben, das hat Konsequenzen", wir müssen für diese Liebe wirklich unser ganzes Leben einbringen. Nach der Betrachtung von neun Fragen Jesu widmet sich Ronchi zum Schluss auch einer Frage, die Maria gestellt hat - denn der Mensch darf durchaus auch seinerseits Gott Fragen stellen. Marias Frage an den Engel "Wie soll das geschehen?" darf auch uns als Vorbild dienen, denn es ist keine zweifelnde Frage, die nicht an die Möglichkeit der Verheißung glaubt, sondern eine vertrauensvolle Frage, die auch bereit ist für weitere Ansprüche: Auf welche Weise soll das geschehen - und was soll ich dafür tun? "Maria wahrhaft verehren" muss für den gläubigen Christen darum heißen: "im eigenen Leben weiterführen, was sie gelebt hat", Gott und den Schwestern und Brüdern in einfühlsamer, zärtlicher Liebe zu dienen.

Überraschende Einsichten

Ermes Ronchi gelingen bei seinen Betrachtungen immer wieder überraschende Einsichten und unverbrauchte Formulierungen, die aber nicht bloß eigene Ideen zum Ausdruck bringen, sondern bibeltheologisch fundiert sind. Vor allem vermag sein Buch auch durch die ganz und gar lebenspraktische Ausrichtung zu überzeugen. So richten sich die Betrachtungen wirklich an alle, die mit Christus ins Gespräch kommen wollen.

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April 2017: "Glauben und das Leben geniessen" von Markus Hofer

Montagmorgen. Aufstehen, Frühstück machen, die Kinder pünktlich zur Schule schicken und dann selbst ins Büro fahren. Gewöhnlicher, manchmal schon morgens ermüdender Alltag. Kaum jemand käme auf die Idee, in diesen Momenten nach Gott zu fragen oder ihn zu vermissen.

Markus Hofer zeigt in seinem Buch, dass Gott die Menschen auch in diesem Alltag mit seinem Segen begleitet. Mit der Geschichte von der Verheißung Gottes an Abraham (Genesis 18) macht er deutlich, dass Gott die Menschen mitten im Alltag aufsucht. Gott kam um die Mittagszeit zu Abraham, also zur Zeit der größten Hitze, wenn den Menschen nichts anderes übrig bleibt, als zu warten, bis es wieder kühler ist.

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Essen, Freude und Erotik - alles ist Geschenk, Feier des Lebens

Für Hofer heißt das, dass "Gottes Segen ... in Verbindung mit den primären Bedürfnissen von uns Menschen [steht ], mit Essen und Trinken, mit Gesundheit, mit Geborgenheit und mit Lebenslust." Diese Verbindung Gottes zum Alltag der Menschen spielt der Autor für verschiedene Lebenslagen durch.An erster Stelle steht der Genuss, z.B. eines gemeinsamen Essens - nicht umsonst vergleiche Jesus den Himmel mit einem Gastmahl. Es geht nicht um Genuss als Konsum, sondern als Geschenk, als Feier des Lebens. Aus Sicht der Bibel sei die Freude am Leben Ausdruck des Segens Gottes, wie er im Alltag spürbar wird. Dazu gehören auch Sexualität und Erotik wie auch der Humor und das Lachen. Auch auf der dunklen Seite des Lebens ist Gott den Menschen nahe. Die Bibel ist weit davon entfernt, Leid zu verklären. Im Gegenteil, die Menschen dürfen sich in ihrem Leid regelrecht an Gott abarbeiten wie insbesondere in den Psalmen zu lesen ist.

Auch das Kreuz ein Zeichen der Liebe

Auch der Verzweiflungsschrei Jesu am Kreuz "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" steht in dieser Tradition. Er markiere nicht die Grenze der Liebe Gottes zum Leben, so Hofer, sondern zeuge von der radikalen Identifizierung Gottes mit dem, der nichts (mehr) zu lachen hat. Da, wo der Mensch das Leid nicht mehr tragen kann, darf er sich von Gott getragen wissen und sich darauf verlassen, dass Gott das Leid mit ihm aushält. Wenn es ein Buch der Bibel gibt, das sich mit Spiritualität im Alltag beschäftigt, dann sei das Kohelet, schreibt Hofer. Kohelet frage, worauf es im Leben ankomme - und gebe überraschend aktuelle Antworten, die das Leben als Vorgeschmack des Jenseits auffassen. "Iss freudig dein Brot und trink vergnügt deinen Wein", heißt es dort (9, 7-8), "denn das, was du tust, hat Gott längst so festgelegt, wie es ihm gefiel. Trag jederzeit frische Kleider ...".Hofers kurze Tour durch die Schrift des Kohelet zeigt, dass es dort viel zu entdecken gibt.

Gott im Alltag

Markus Hofer zeigt in seinem Buch, dass Gott durch seinen Segen in unserem Alltag gegenwärtig ist - in Freud und Leid. Das zu entdecken und zu genießen, ist Lebenskunst, in die er auf humorvolle Weise einführt.

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März 2017: "Vom Göttlichen berührt" von Gotthard Fuchs

Gottes Gegenwart im Alltag erfahren: Mystik für "alle Welt".

Für Spiritualität interessieren sich heute nicht wenige Menschen - Mystik aber gilt den meisten dann doch als religiöse "Meisterleistung", die nur ganz wenigen vorbehalten ist. Gotthard Fuchs dagegen sieht darin keinen elitärer Sonderweg. Er ist überzeugt, dass in jedem Menschen eine tiefe Sehnsucht wohnt, die mehr will als das bloß Alltägliche. Deshalb beschreibt er in den kurzen Texten dieses Buches, ursprünglich als Kolumnen im "Christ in der Gegenwart" erschienen, wie Mystik im Alltag möglich ist. Seine Texte regen dazu an, die Gegenwart Gottes auch im Alltäglichen zu entdecken und zu bestaunen - vom morgendlichen Erwachen über das Ankleiden und Essen bis zur Langeweile und dem Aufräumen. 

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Gott in der Begenung mit den Menschen

Natürlich lässt sich Gott auch in den Begegnungen mit anderen Menschen finden, in der Schönheit der Natur und des Sternenhimmels. Ein mystisches Bewusstsein wird immer auch dahin gelangen, den Tod in der Welt wahrzunehmen, sich auf den eigenen Tod vorzubereiten und im vertrauensvollen Glauben an Gott eine Hoffnung zu entwickeln, die mehr ist als eine vage Sehnsucht.

Mystik - Fragen und Gebet

Mystik besteht in jedem Fall darin, Fragen zu stellen - und sich selbst fragen zu lassen. Zur Mystik gehört in jedem Fall auch das Gebet als der Ort, an dem Innerlichkeit und Handlung zusammenwirken. Gerade im Bittgebet zeige der Betende, dass er nicht nur auf das ihm selbst Mögliche setzt, sondern Gott auch noch das Unmögliche zutraut. Fuchs schöpft in seinen Texten aus den Einsichten anderer Mystiker, wobei er immer wieder auf die Erfahrungen von drei Frauen des 20. Jahrhunderts zurückkommt: Simone Weil, Edith Stein, Madeleine Delbrel. - Die kurzen Texte dieses Buches sind leicht und relativ unabhängig voneinander zu lesen, weil sie bereits ab dem zweiten Kapitel immer wieder erhellende Lichter auf den Alltag werfen - und so in jeder Hinsicht alltags-tauglich sind. (Religiöses Buch des Monats März)

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Februar 2017: "Die letzten Christen" von Andres Knapp

Von islamistischem Terror bedroht: Bericht über die Situation der Christen in Syrien und im Irak.

Andreas Knapp hat bei seiner Arbeit mit Flüchtlingen in Leipzig aramäische Christen kennengelernt. Einen von ihnen begleitete er zur Beerdigung seines Vaters in den Norden des Irak und berichtet von seinen Eindrücken. Die Menschen, die er in Ankawa und Umgebung trifft, erzählen ihm von ihrem Leben vor der Flucht, vom Terror der Truppen des "Islamischen Staates" und von Flucht und Vertreibung. Diese Geschichten strotzen vor Gewalt und sind schwer zu ertragen. Besonders beeindruckt hat ihn, dass die aramäischen Christen gewaltlos und friedlich geblieben sind, obwohl sie seit Jahrhunderten immer wieder gewaltsam unterdrückt worden sind. In seinen Bericht lässt Knapp immer wieder Informationen zur Geschichte der Christen in Syrien und im Irak einfließen und zu den verschiedenen Ursachen von Terror und Gewalt, die die Menschen zur Flucht treibt. Auch die spirituelle Dimension der Situation der Christen im Nahen Osten kommt zur Sprache. 

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Flucht und Leid - der Blick aufs Kreuz

Angesichts der Gewalt und der Aussichtlosigkeit der Lage dieser Menschen schreibt er, er könne nichts anderes tun, als auf das Kreuz zu blicken und für die Menschen zu beten. "Vielleicht ist es ja genau dieser Blick, der den Christen aus dem Orient hilft, in ihrer Verzweiflung nicht bitter zu werden. Ihr Leiden veranlasste sie nicht dazu, anderen Leid zuzufügen und sich zu rächen. Im Beten haben sie sich die Haltung Jesu zu eigen gemacht: alles Schwere in die Hände Gottes zu legen und daran zu glauben, dass Gott selbst das Dunkelste noch verwandeln kann in Licht." Die Lektüre dieses Buches ist (zumindest passagenweise) nicht angenehm, aber wichtig, um zu verstehen, was die Menschen aus dem Nahen Osten bewegt, nach Europa zu fliehen. Und sie ist nötig, damit die Christen im Nahen Osten und ihre geflüchteten Glaubensgeschwister in Europa nicht länger den Eindruck haben müssen, sie bedeuteten uns nichts.

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Januar 2017: "Hoch und heilig" von Johannes eckert

Betrachtung der sechs Gipfelerfahrungen Jesu im Matthäusevangelium und ihre Bedeutung für das eigene spirituelle Leben.

Auf einem Berg fühlt man sich dem Gewöhnlichen, Alltäglichen entrückt und dem Himmel, dem Heiligen irgendwie näher - diese Erfahrung teilen viele Menschen, in allen Kulturen und Epochen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch in der Bibel immer wieder die Rede ist von Bergen, auf denen eine besondere Gotteserfahrung gemacht wird. Alleine im Matthäusevangelium wird sechsmal berichtet, dass Jesus auf einen Berg stieg - und jedes Mal erlebt er dort einen ganz besonderen Moment. Der Benediktinerabt Johannes Eckert betrachtet in seinem neuen Buch diese Gipfelerfahrungen Jesu, wie sie im Matthäusevangelium beschrieben sind. Er weist bei jedem der sechs Gipfelerlebnisse darauf hin, dass die Erfahrungen Jesu ganz in der Tradition des Volkes Israel mit seinen bisherigen Gotteserfahrungen stehen.

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Beispiel des Heiligen Benedikt

An Beispielen aus dem Leben des hl. Benedikt zeigt er, wie die biblischen Vorbilder auch in das Leben jedes Christen hineinwirken sollen. Dabei geht es natürlich keineswegs ausschließlich um konkrete Bergerlebnisse, die Bergsteigern oder Wanderern vorbehalten wären, die Gipfel stehen eher für besondere Augenblicke, die in irgendeiner Weise aus dem Alltag herausgehoben sind, in denen sich in einer gewissen Abgeschiedenheit und Distanz der Blick weitet auf eine höhere Dimension, die sonst oft übersehen wird. Was kann man also aus den Gipfelerfahrungen Jesu für das eigene Leben herauslesen? Insgesamt eröffnet das schöne Buch mit den oft überraschenden, aber immer nachvollziehbaren Schriftbetrachtungen viele neue Perspektiven und ist auch eine intensive Einladung an alle Leser/innen, sich selbst zu fragen, was einem im eigenen Leben "hoch und heilig" ist. 

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