Aktuelles

Rundgang durch den Sankt Michaelsbund

Unsere Kinderreporter Leevi und Linnea nehmen euch mit auf einen kleinen Rundgang durch verschiedene Abteilungen des Sankt Michaelbundes. Wer arbeitet bei uns? Für was sind wir da? Von der Landesfachstelle für Bücherrein über unsere eigene Buchhandlung bis in die Redaktionen gibt es interessante Einblicke in unser Haus!

Erzähl uns Deine Bücherei-Geschichte!

© Pixabay

Geschichten schreibt unser Leben: im Alltag, im Beruf, im sozialen Umfeld. Die Bücherei als Treffpunkt in Gemeinde und Stadt ist Ort der Begegnung, lässt uns Geschichten und Begebenheiten, Eindrücke erleben, an die wir uns gerne erinnern und die wir gerne anderen Menschen mitteilen möchten.

Papst Franziskus gibt uns dazu seine Überlegungen in seiner Botschaft „Damit du deinem Sohn und deinem Enkel erzählen kannst“ (Ex 10,2). Das Leben wird Geschichte zum 54. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel (13.9.2020) mit auf den Weg.

Dies ist Anlass, dass wir Sie gerne dazu auffordern möchten, über leise Begegnungen und eindrucksvolle Erlebnisse, Geschichten in Ihrer Büchereiarbeit nachzudenken, innezuhalten, sie aufzuschreiben und mit uns zu teilen.

Geplant ist ein Geschichtenpool von Menschen aus Büchereien für Menschen in Büchereien, aus dem in Zusammenarbeit mit unseren Redaktionen weiterführende Beiträge entstehen können.

Wir bitten um die Zusendung von Kurztexten, ca. 1700 Zeichen inkl. Leerzeichen, gerne auch mit Foto (300dpi, Copyright-Angabe) an: c.pecher@st-michaelsbund.de


Bibliothekarischer Mitarbeiter (m/w/d) in Vollzeit gesucht!

Die Diözesanstelle München und Freising und die Landesfachstelle für Büchereiarbeit im Sankt Michaelsbund, die über 1000 Büchereien in Bayern fachlich betreut, sucht ab 1. Oktober 2020 eine/einen
Bibliothekarischen Mitarbeiter (m/w/d) in Vollzeit.

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und des frühestmöglichen Eintrittsdatums bitten wir bis 31. August 2020 einzusenden

  •     oder postalisch an Sankt Michaelsbund, Carolin Ahrabian / Personal, Herzog-Wilhelm-Str. 5, 80331 München.

Digitales interaktives Programm für Kinder und Jugendliche

© Deutscher Literaturfonds e.V.

Literaturfonds fördert Sondermaßnahmen für 2020 und 2021 im Rahmen des Programms „Neustart Kultur”

Da sich besonders Kinder und Jugendliche vorwiegend digital beschäftigt, legt das Förderprogramm seinen Schwerpunkt darauf. Ein vergleichbares Angebot für Bibliotheken ist „Total digital!“.

Antragsberechtigt sind Bibliotheken und vergleichbare Einrichtungen der Literaturvermittlung und der außerschulischen Bildungsarbeit. Gefördert werden Projekte zur digitalen, interaktiven literarischen Bildung, wobei dies bewusst offen für vielfältige, auch zielgruppenspezifische Ansätze zu verstehen ist.

Vorhaben können bis zu einer Gesamthöhe von maximal 15.000 Euro gefördert werden. Beantragt werden können sämtliche zur Realisierung des Vorhabens notwendigen Kosten.

Der Deutsche Literaturfonds möchte mithilfe der Sondermittel nachhaltige Projekte fördern, die auch nach Ende des Förderzeitraums fortgeführt werden. Das Programm wird mit Unterstützung des Deutschen Bibliotheksverbands realisiert.

Der Antrag muss enthalten:

  • die gültige Satzung oder ein vergleichbares Dokument, Handels-/Vereinsregisterauszug
  • eine Skizze des Vorhabens
  • ggfls. eine Liste der Kooperationspartner, jeweils mit Einverständniserklärung
  • einen Finanzierungsplan
  • das ausgefüllte Formblatt Nr. 3

Weitere Informationen zum Programm und zur Antragsstellung finden Sie hier.


Landesfachstelle on Tour - Diözese Würzburg

Bei ihrer Ankunft in Würzburg wurde Frau Dr. Pecher, Leiterin der Landesfachstelle des SMB, sogleich von der Leiterin der Liborius-Wagner-Bücherei (LWB) durch die Bücherei geführt. Obwohl in der Nähe der Stadtbücherei Würzburg gelegen, hat es die LWB verstanden, einen eigenen Schwerpunkt zu setzen und als Familienbücherei erfolgreich viele junge Familien anzulocken.

Die im selben Raum untergebrachte AV-Medienzentrale hält für Pädagogen, pastorale Mitarbeiter:innen sowie Büchereien ein breites Angebot an Filmen (mit Vorführlizenz), Bilderbuchkinos und Bildkarten für das beliebte Kamishibai vor.

Anschließend wurde Frau Dr. Pecher durch die einzelnen Abteilungen der Katholischen Büchereifachstelle geführt: angefangen von der Austauschbücherei, der Büchereibetreuung, des Bucheinkaufs und des Ausstellungsraumes.

Durch Almut Koschel und ihre beiden Mitarbeiterinnen, Roswitha Dorobek und Heidi Heinrich, erhielt Frau Dr. Pecher eine kurze Einführung in die Gegebenheiten des Bistums Würzburg und der Situation der Büchereien.

Herr Schweßinger, Leiter des Medienhauses Diözese Würzburg, ergänzte den Rundgang durch das Medienhaus, indem er kurz zur Besichtigung der Redaktionen wie Fernsehredaktion, Internetredaktion, Pressestelle, Radioredaktion u.a. einlud.

Danach ging es weiter nach Rottendorf (ca. 7 km von Würzburg entfernt) zur Bücherei im Wasserschloss. Für diese Bücherei besteht ein Vertrag zwischen Kirche und Kommune. Daher war es besonders erfreulich, dass nach einem kurzen Imbiss Herr Bürgermeister Roland Schmitt kam und gemeinsam mit der Büchereileiterin, Frau Karin Gruber, die Bücherei mit ihren schönen Außenanlagen präsentierte. Besonders erwähnt wurden dabei u.a. die zahlreichen Veranstaltungen wie „Dinner in white“, die sich zu einem beliebten Publikumsmagnet entwickelt haben.

Danach ging’s zügig nach Rottenbauer zu einer kleinen Bücherei, die nur durch die Pfarrei getragen wird. Auch wenn der zur Verfügung stehende Raum sehr klein ist, wird diese Bücherei gerne von Familie genutzt, die für ihre Kinder oft kiloweise Bilderbücher abtransportieren. Obwohl die Räumlichkeiten sehr beengt sind, hat das Büchereiteam es verstanden, das Optimalste aus den örtlichen Gegebenheiten herauszuholen.

Alle drei Büchereien (LWB, Rottendorf, Rottenbauer) stehen exemplarisch für Büchereitypen, die im Bistum Würzburg vertreten sind.


Online-Lesungen in einfacher Sprache

© Stadtbücherei Rosenheim

Die Stadtbibliothek Rosenheim bietet am Freitag, dem 7. August, um 17:30 Uhr eine Online-Lesung in einfacher Sprache an. Gelesen wird aus "Robinson Crusoe" und "Geschichten aus dem Dschungelbuch", jeweils in einfacher Sprache aufbereitet.

Die Anmeldung ist bis 5. August unter info@bildungswerk-rosenheim.de oder Tel. 08031/2307210 möglich.

Das Veranstaltungsplakat finden Sie hier.

Das Projekt wird vom Sankt Michaelsbund, dem Landkreis Rosenheim, dem Bildungswerk Rosenheim sowie dem Katholischen Jugendsozialwerk München e.V. gefördert.

 

 


Vielseitig. Literarische Landkarte, bayernweit - Ein Projekt zum Mitmachen

© Bayern liest e.V.

Das Ziel ist eine Landkarte Bayerns als Geschichtenteppich unter dem Motto: „Es geschah in...“

Suchen Sie mit Ihrer Gemeinde nach literarischen, kunst- und kulturhistorischen Spuren, laden Sie Experten ein und recherchieren Sie in Archiven und Museen. Das Bayerische Nationalmuseum etwa gibt Auskunft über Exponate, die einen Bezug zu Ihrer lokalen oder regionalen Geschichte haben.
Sammeln Sie gern mit allen Altersgruppen und Institutionen. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse vor Ort und auch überregional mit der Unterstützung von Künstler:innen, Musiker:innen, Theater-und Filmemacher:innen als Papier- oder Figurentheater, personales Spiel, Hörbild oder Film und vieles mehr.

Aus Mitteln von Bayern liest e.V. werden Lesungen bezuschusst.
Dabei werden alle literarischen Bereiche berücksichtigt, Kinder- und Jugendliteratur ebenso wie u. a. Sachbuch oder Belletristik.

Im Projekt 'Vielseitig' können Honorarkosten für weitere Personenkreise u.a. aus Wissenschaft, Kunst und Musik bis zur Hälfte gefördert werden. Auch Material und Reisekosten können bezuschusst werden. Der Kulturfonds Bayern hat dafür eine Zuschusssumme von 24.000€ bereitgestellt.

Die Laufzeit des Projekts erstreckt sich vom 01.Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021.

Die Anmeldung kann jederzeit während der Projektdauer erfolgen unter roosrosen@bayern-liest.de.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Abmahngefahr bei Nutzung des Begriffs "Webinar"

© pixabay

Der Begriff "Webinar" ist seit 26. März 2003 im Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes DPMA eingetragen. Um einer möglichen Abmahnung aufgrund von markenrechtlichen Ansprüchen zu entgehen, empfehlen wir dringend, den Begriff nicht im Zusammenhang mit eigenen Veranstaltungen zu verwenden. Stattdessen kann auf Begriffe wie Online-Seminar, Online-Meeting oder Digitales Meeting / Seminar zurückgegriffen werden.


Bayernwerk vergibt Kinderbibliothekspreis und Lesezeichen – 75.000 Euro für Leseförderung – 55 Büchereien in Bayern geehrt

© Imago images

Regensburg. Mit Förderungen in Höhe von 75.000 Euro unterstützt das Bayernwerk auch in diesem Jahr die Arbeit bayerischer Bibliotheken. Das Unternehmen zeichnet damit konkret das Engagement für Leseförderung im Kinder- und Jugendbereich aus. Den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Kinderbibliothekspreis 2020 haben die Bibliothek Markt Höchberg (Landkreis Würzburg), die Gemeindebücherei Pettendorf (Landkreis Regensburg), die Stadtbibliothek Teublitz (Landkreis Schwandorf) und die Stadtbücherei Altötting (Kreishauptstadt) erhalten. Einen Sonderpreis gab es für die Bücherei Stegaurach (Landkreis Bamberg). Sie war 2008 schon einmal mit dem Kinderbibliothekspreis ausgezeichnet worden und hat seither nicht nur ihre Räumlichkeiten verschönert, sondern auch ihr Angebot kontinuierlich ausgeweitet. Darüber hinaus haben insgesamt 50 bayerische Kommunen eines der begehrten, mit jeweils 1.000 Euro dotierten Lesezeichen erhalten.

Der Sankt Michaelsbund gratuliert herzlich!


Ist Lesen cool? - Podcast mit Claudia Maria Pecher

© Imago images

Viele Kinder in Deutschland lernen nie richtig lesen, das zeigen Studien und Jugendliche lesen immer weniger. Es gibt viele Aktionen und Projekte zur Leseförderung, warum ist lesen können so wichtig?

Kirsten Boie, die bekannteste Kinderbuch-Autorin Deutschlands und Initiatorin der "Hamburger Erklärung" zur Leseförderung sagt im Interview für die Sendung: "Das Lesen bleibt die Grundlage und die Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft, das Nadelöhr durch das jeder durch muss."

Lesen ist mehr als eine Kulturtechnik, es ist unverzichtbar, um die Welt kennen zu lernen, zu verstehen und sich in ihr zu bewegen. Kinder- und Jugendbuchexpertin Dr. Claudia Maria Pecher erklärt, warum so viele Fähigkeiten am Lesen hängen. „Lesen ist wie Jogging fürs Gehirn“, sagt die Leiterin der Landesfachstelle für Büchereien im St. Michaelsbund.

Aber nur jeder fünfte Grundschüler kann am Ende der vierten Jahrgangsstufe kaum lesen, hat die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2016 herausgefunden. Und die Zahlen aus der letzten PISA-Studie sind auch nicht so hoffnungsvoll: rund 21 Prozent der Jugendlichen in Klasse 9 lesen gerade mal auf Grundschulniveau.

Was kann man tun, um möglichst allen Kindern das Tor zur Welt mit dem Lesen aufzustoßen? Was kann im Elternhaus passieren, was in Leseförderungsprojekten und welche Rolle spielen die digitalen Medien? Claudia Maria Pecher stellt eine vielversprechende Methode vor, mit der schwache Leser unterstützt werden und stellt klar: Lesen darf auch digital sein.


Online-Infoveranstaltung „Kultur macht stark“ Schwerpunkt Leseförderung

© bfb

Am 14. Juli 2020 stellt die Servicestelle „Kultur macht stark“ Bayern von 10:30 bis 13:30 per Zoom-Videokonferenz das Bundesförderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vor. Thema wird dabei auch die flexiblere Förderpraxis für digitale und kontaktreduzierte Angebote sein. Schwerpunkt der Infoveranstaltung ist Leseförderung.

Passend dazu präsentieren vier Programmpartner ihre Förderangebote aus diesem Bereich und stehen für Fragen und Beratung zur Verfügung:

Die Wörterwelten | Borromäusverein

Wir sind LeseHelden! | Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise

Total Digital! | Deutscher Bibliotheksverband

Leseclubs und media.labs | Stiftung Lesen

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmer:innen darüber hinaus Raum für Austausch und Vernetzung. Weitere Informationen und das detaillierte Programm finden Sie auf der Website der Servicestelle.

Anmeldung bis 13. Juli 2020 über diesen Link: https://eveeno.com/kms_by_lesefoerderung

Die Veranstaltung wird unterstützt durch den Bayerischen Bibliotheksverband und den Sankt Michaelsbund.


Onilo-Online-Seminar

© onilo.de

Die Landesfachstelle des Sankt Michaelsbundes und Onilo.de stellen Ihnen eine der beliebtesten digitalen Leselernplattform für Ihre interaktive Bücherei vor. 180 animierte Kindergeschichten von über 24 Kinderbuchverlagen stehen als Boardstories für Ihre Bücherei digitalisiert zur Verfügung. In einem 60minütigen Online-Seminar am Dienstag, dem 14.7.2020, von 14:00-15:00 Uhr, zeigen wir Ihnen an praktischen Beispielen, wie man mithilfe neuer Medien aus desinteressierten Lesemuffeln begeisterte Leseratten macht.
Anmeldungen zum Informationswebinar für Büchereien sind erbeten unter service@onilo.de mit dem Stichwort „Webinar MB“.


Malvorlagen

Genug von Viren?
Langeweile trotz ungewöhnlicher Zeiten?

Im Buchshop gibt es Malvorlagen mit unserem Büchereifuchs.
Erinnert Euch an die Coronazeit, malt Eure schönsten Erlebnisse oder lasst bunte Luftballons aufsteigen!

Einfach downloaden, ausdrucken und ausmalen!

Hier geht´s zu den Malvorlagen.


PEN für Verdoppelung des Ankaufsetats öffentlicher Bibliotheken

Das deutsche PEN-Zentrum fordert die Bundesregierung, die Bundesländer sowie die Kommunen dazu auf, ihr Ankaufsbudget für Bücher in allen öffentlichen Bibliotheken in diesem Jahr zu verdoppeln.

Zur Pressemitteilung


Sommerzeit ist (Vor)Lesezeit

© Pixabay

Landesfachstelle und mk-online des Sankt Michaelsbundes, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und Bayern liest e. V. bieten im 14-tägigen Wechsel Lesungen für Kinder und Familien, Büchereien und Schulen zum Anhören und Weiterlesen.

Zur Pressemitteilung


Bayern im Buch 1/2020

© Sankt Michaelsbund

Mitte Mai erschien turnusgemäß das Heft 1/2020 von Bayern im Buch mit rund 140 Besprechungen zu Büchern über alle Regionen Bayerns, vom Regionalkrimi über Wander-/Fahrrad- und Freizeitführer bis zu Heimatkunde-Sachbüchern in ihrer ganzen Vielfalt. Im Einführungsartikel erinnert Hannes S. Macher an den ziemlich in Vergessenheit geratenen bairischen Dichter Georg Queri und stellt dessen Werk vor, das 2019 zum hundertsten Todestag des Schriftstellers im Münchner Allitera-Verlag neu herausgegeben wurde.

Alle Empfehlungen aus der aktuellen Ausgabe finden Sie im Online-Shop.

Die digitale Ausgabe des Hefts finden Sie unter www.michaelsbund-digital.de.


"Große-Fragen-Special" mit Rainer Oberthür

© Rainer Oberthür

Der Religionspädagoge und Autor aus Aachen startet ein "Große-Fragen-Special" mit Video-Lesungen zu Fragen von Kindern zu Glauben und Leben mit Gott, bspw. "Wie ist das mit dem Himmel und Gott?" Dazu stellt Rainer Oberthür kostenfrei vertiefendes Material zur Beschäftigung zur Verfügung.

Mehr Informationen


Stärkung des ländlichen Raums - Antragstellung zur Zeit nicht möglich!

Hinweis vom 18. Mai 2020: Laut Auskunft des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv), ist es derzeit wegen Überzeichnung nicht möglich, neue Anträge zu stellen. Der dbv informiert Sie gern, sollte eine Antragstellung wieder möglich sein. Bitte tragen Sie unter folgendem Link Ihre E-Mail ein!

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert das Soforthilfeprogramm "Vor Ort für alle" des dbv für Bibliotheken in Kommunen bis 20.000 Einwohnern

Öffentliche Bibliotheken übernehmen in ländlich geprägten Regionen wichtige Funktionen: neben der Ausleihe von Medien bieten sie zunehmend auch Lernräume, Cafés, Maker Spaces und Veranstaltungsorte. Damit schaffen sie eine wichtige Grundlage, um die kulturelle Versorgung der Bevölkerung in der digitalen Gesellschaft zu sichern.

Das Soforthilfeprogramm „Vor Ort für alle“ unterstützt nun die digitale Ausstattung und Umsetzung zeitgemäßer Bibliothekskonzepte für die Transformation von Bibliotheken als „Dritte Orte“ in ländlichen Räumen. Dafür können Bibliotheken ab sofort Fördermittel in Höhe von bis zu 25.000 € beim Deutschen Bibliotheksverband beantragen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • wöchentliche Mindestöffnungszeit von 6 Stunden
  • die Bücherei befindet sich in einer Kommune bis 20.000 Einwohnern

Seit dem 15. Mai 2020 können sich hauptamtliche, nebenamtliche und ehrenamtliche Bibliotheken sowie Fahrbibliotheken mit ländlich geprägten Einzugsgebieten, welche die Voraussetzungen erfüllen, bewerben. In Ausnahmefällen sind auch Einrichtungen in Kommunen mit einer höheren Einwohnerzahl förderfähig, wenn sie den ländlichen Charakter ihres Einzugsgebiets nachweisen können. Eine Mitgliedschaft im dbv ist nicht erforderlich.

Das Soforthilfeprogramm wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.


Gütesiegel Bibliotheken - Partner der Schulen 2020-2022

Seit 2006 werden öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, die besonders intensiv und beispielhaft mit Schulen zusammenarbeiten, mit dem Gütesiegel „Bibliotheken – Partner der Schulen” ausgezeichnet. Gewürdigt werden das herausragende Engagement von öffentlichen sowie wissenschaftlichen Bibliotheken bei der Kooperation mit Schulen in den Bereichen Leseförderung, Vermittlung von Informationskompetenz und bibliotheksfachliche Dienstleistungen für Schulbibliotheken.

Bewerben Sie sich bis zum 30. Juni 2020


Umsatzsteuer und Öffentliche Büchereien

© pixabay.com

Bisher waren lediglich Körperschaften des öffentlichen Rechts von der Umsatzsteuer befreit, die ab 2021 ebenfalls diese Steuer bezahlen müssen, also auch Kommunen und Pfarreien als Träger der Büchereien. Schon zahlreiche BüchereileiterInnen wurden von Kämmerern oder Kirchenpflegern auf diese Gesetzesänderung aufmerksam gemacht, was nun aber absolut kein Grund für Panik ist, denn:

  • eine Öffentliche Bibliothek muss nach den gesetzlichen Regelungen für ihre durch bibliothekstypische Dienste (Nutzerausweis, Mahnung, Kopien, Fernleihe, Flohmarkt usw.) erwirtschafteten Einnahmen keine Umsatzsteuer bezahlen.
  • Bei nicht bibliothekstypischen Leistungen (Caféteria, Garderobe etc.)  ist die Umsatzsteuerpflicht davon abhängig, ob dabei Einnahmen höher als 17.500,- Euro im Jahr erzielt werden.

Diese Aussage basiert auf § 4 UStG, der u.a. besagt: „Von den …Umsätzen sind steuerfrei:  

20. a) die Umsätze folgender Einrichtungen des Bundes, der Länder, der Gemeinden oder der Gemeindeverbände: ... Büchereien ...“

§ 4 UStG stellt noch weitere bibliotheksbezogene Sachverhalte von der Umsatzsteuer frei. Nummer 28 des Paragraphen benennt den Verkauf von Objekten als „steuerfrei“, wenn diese zuvor für eine nach Nr. 20 „steuerfreie Tätigkeit“ verwendet wurden. Der Verkauf von ausgesonderten Medien (Buch, CD, DVD, Spiel) auf einem Flohmarkt ist umsatzsteuerfrei. Das Gleiche gilt gemäß § 4 Nummer 22 UStG für kulturelle und belehrende Veranstaltungen (z.B. Bilderbuchkino, Lesungen, Kurse o.ä.), die ebenfalls von der Umsatzsteuer befreit sind. Der Gesetzgeber hat also sämtliche, durch bibliothekstypische Angebote erzielten Einnahmen, ausdrücklich von der Pflicht zur Zahlung von Umsatzsteuer befreit.

Im gleichen Paragraphen folgt auf o.a. zitierte Regelung der Steuerfreiheit für entsprechende kommunale Einrichtungen in Punkt 20a der Satz: „Das Gleiche gilt für die Umsätze gleichartiger Einrichtungen anderer Unternehmer, wenn die zuständige Landesbehörde bescheinigt, dass sie die gleichen kulturellen Aufgaben wie die in Satz 1 bezeichneten Einrichtungen erfüllen.“ Eine z.B. von einer Religionsgemeinschaft oder einem privatrechtlichen Verein unterhaltene Bibliothek muss also nur einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um gleichfalls von der Umsatzsteuerpflicht für Einnahmen befreit zu werden.

Der Sankt Michaelsbund hat diesen Antrag für alle seine Mitgliedsbüchereien bereits im vergangenen Jahr bei der Bayerischen Staatsbibliothek als zuständigen Behörde gestellt und mit Datum 10.9.2019 die entsprechende Bescheinigung für alle Büchereien in kirchlicher und gemischt kirchlich/kommunaler Trägerschaft erhalten.

Rechtlich wichtig: Mit dieser Bescheinigung wird nur die Gleichartigkeit des kulturellen Auftrags bestätigt, die Steuerbefreiung selbst wird auf der Basis dieser Bescheinigung nur vom zuständigen Finanzamt erteilt.

--> Interessierte Büchereien können diese Bescheinigung bei ihrer Diözesanstelle als Kopie anfordern. 

Selbstverständlich helfen Ihnen oder den Vertretern der Bibliotheksträger die Diözesanstellen und die Landesfachstelle ebenfalls gerne weiter. Abschließend weisen wir darauf hin, dass dieser Beitrag lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Daher können wir auch keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit geben.

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