Newsletter 6/2019

Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit

Textgestaltung und Schriftbild

Unsere Grafikerin Susanne Zirker erklärt "Schusterjungen" und "Hurenkinder" - störende Effekte, die beim Textsatz immer wieder auftauchen und den Lesern das Lesen schwer machen.

Wenn der Text fertig ist, kann der Layouter ihn setzen. In digitalen Zeiten ist das oft genug ein- und dieselbe Person. Der Text ist also geschrieben und sol nun im Layoutprogramm gesetzt werden. Dabei fließt der Text nicht so schön, wie er sollte - es gibt Umbrüche, die "Schusterjungen", "Hurenkiner" oder "Fliegenschiss" erzeugen. Beispielhaft erläutert in unserem PDF zum heutigen Experten-Tipp!

Fünf-Gänge-Menü

5 Tipps für eine bessere Nutzer-Erfahrung

Ein allzu üppiges Menü kann schwer im Magen liegen. Was für den Speiseplan gilt, ist auch für Webseiten-Menüs gültig. Ein übersichtliches, flaches Menü erleichtert dem Nutzer die Orientierung. Fünf Tipps, wie Sie durch eine einfachere Menü-Struktur das Nutzer-Erlebnis Ihres Internet-Auftritts verbessern.

Tipp Nr. 1: Ausmisten

Stellen Sie die Inhalte auf den Prüfstand: Sind das wirklich Informationen, die Ihre Einrichtung weiterbringen? Ist der Menüeintrag wichtig für den Nutzer oder für eigene Eitelkeiten? An welcher Stelle muss der Inhalt dann stehen, damit die Wichtigkeit mit der Position harmoniert? Möchten Sie die Aufmerksamkeit des Nutzers auf etwas lenken, wonach er möglicherweise gar nicht sucht? Und warum möchten Sie das? Tipp: Die eigene Webseiten-Statistik gibt gnadenlos Auskunft darüber, was Nutzer interessiert und was nicht. Überlegen Sie, ob gelöscht werden kann, was kaum jemand aufruft.

Tipp Nr. 2: Das Wichtigste auf die Startseite

Das Paradebeispiel ist der Menüeintrag „Aktuelles“: Wenn es aktuell und wichtig ist, warum steht es nicht auf der Startseite? Jeder zusätzliche Klick kostet Nutzer. Es gilt der alte journalistische Grundsatz „Das Wichtigste zu Beginn“ auch für Internet-Auftritte. Hier ist der „Beginn“ die Startseite. Was aktuell und wichtig ist gehört deshalb auf die Startseite. Inhalte, die Sie auf die Startseite bringen, benötigen wahrscheinlich keinen eigenen Menüeintrag mehr und die ganze Seite wird transparenter und einfacher.

Tipp Nr. 3: Informationen sortieren

Wenn die Menüleiste lang und länger wird, lohnt sich das Durchforsten nach inhaltlicher oder struktureller Zusammengehörigkeit. Beispiel: In der Praxis arbeiten Pfarrgemeinderat und Pfarrverwaltungsrat meistens unabhängig voneinander und bestehen oft aus ganz unterschiedlichen Personenkreisen. Sie sind wichtig für die Gemeindearbeit, haben aber als partizipative Verwaltungsgremien ähnliche Herangehensweisen. Man kann Menüeinträge hier entsprechend gruppieren oder sogar Inhalte auf einer Seite darstellen. Wenn der Pfarrgemeinderat etwas wegweisendes Interessantes beschließt, kann daraus eine eigene Meldung werden, die auf der Startseite erscheint – nicht für alle Ewigkeit, aber für die Zeit, in der sie neu oder wichtig ist.

Tipp Nr. 4: Prägnante Titel

Ungeeignet für Nutzer sind Menüeinträge, deren Titel sich nicht sofort erschließen, z.B. „Information“. Alles auf der Webseite ist „Information“ - was also kann auf dieser Seite wohl stehen? Der Titel deutet darauf hin, dass es ein strukturelles Problem gibt: Der Autor weiß nicht, wie er die Inhalte benennen soll. Der Nutzer weiß nicht, was sich dahinter verbirgt, und muss die dort vorgefundenen Inhalte erst mühsam selbst entschlüsseln. Was ist also im konkreten Fall die „Information“? Die Öffnungszeit? Die Kontakt-Adresse? Benennen Sie es! Andere typische Bezeichnungen für irritierende Titel sind „Service“, „Downloads“ und „Links“. Die beiden letztgenannten habe eine gewisse Tradition. Vor 15 Jahren hat man Menüpunkte so benannt, als Nutzer nicht unbedingt geübt darin waren Suchmaschinen zu benutzen. Es gibt für den Nutzer nichts Schlimmeres, als eine Seite mit inhaltlich unzusammenhängenden „Downloads“ zu durchstöbern, um das für ihn richtige Dokument zu finden. Positionieren Sie (PDF-)Dokumente direkt dort, wo sie inhaltlich angekündigt werden. Linklisten gehören ebenso der Vergangenheit an; zum einen, weil sie gewartet werden müssen – Links werden schnell ‚alt‘ - zum anderen, weil kontextlos neben- oder untereinander stehende Links in den seltensten Fällen ein Gewinn für den Nutzer sind. Links werden dort gesetzt, wo sie inhaltlich anfallen. Ausnahme ist vielleicht eine gut kuratierte und beschriebene Link-Liste am Ende eines Artikels mit direktem Bezug zum Artikel.

Tipp Nr. 5: Inhalte zeitlich auflösen

Spätestens am Ostermontag ist die Begeisterung für die Fastenaktion gebrochen. Zeitlich begrenzte Aktionen können gut als wichtige Inhalte für längere Zeit auf der Startseite stehen, um dann für das restliche Jahr ganz zu verschwinden. Wieder ein Menüpunkt weniger, und eine einfachere Orientierung für die Nutzer.

Bei Fragen zu Ihrer Menü-Gestaltung kontaktieren Sie uns gerne unter service@smb-cc.de.

Artikelserie über die aktuelle Kirchenbindungsstudie, Teil 3

Die Gemeindeverwurzelten

In einer repräsentativen Untersuchung hat das Sinus-Institut Katholiken*innen in Deutschland und im Erzbistum befragt, was sie an die Kirche bindet. So konnte eine Typologie von sieben unterscheidbaren Katholiken-Typen sichtbar gemacht werden, die der Kirche in Seelsorge, Kommunikation und Bildungsarbeit hilft, möglichst viele Katholiken*innen besser zu verstehen, anzusprechen und zu erreichen: Bekennende, Gemeindeverwurzelte, Sozial-Fokussierte, kompromisslos Beharrende, Dienstleistungsorientierte, religiöse Freigeister und Entfremdete. Hier stellen wir den zweiten dieser Typen vor: die Gemeindeverwurzelten.

19 % der Katholik*innen sind diesem Typ zuzuordnen. Damit ist der Anteil der Gemeindeverwurzelten im Erzbistum 3 % höher als im Bundesschnitt.

Für 98 %  ist der Glaube an Jesus Christus der wichtigste Grund, der sie an die Kirche bindet. Dies gilt auch für andere Typen. Charakteristischer wird es jedoch, wenn man auf die Bindungsfaktoren schaut, die die Gemeindeverwurzelten von den anderen unterscheiden: Mit einem Index von 189 verweisen 95 % auf „die Verbundenheit mit der Gemeinde vor Ort“, auf die „Inspiration in kirchlichen Veranstaltungen“ (Index 183) und auf die „Sympathie für Mitarbeiter/innen der Gemeinde“ (Index 182). Diese typische Ausprägung hat zur Namensgebung dieses Typs geführt. Mit etwas Abstand (Index 169) folgen dann den „Glauben mit anderen teilen“ und  die „Möglichkeit, sich für das, was einem wichtig ist, zu engagieren“.

Typische Aussagen, denen die gemeindeverwurzelten zustimmen können sind: „Ich bin Kirchenmitglied, weil die Kirche mir ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit vermittelt“ (97 %), „Ich fühle mich meiner Kirchengemeinde verbunden“ (85 %), „Meiner Meinung nach gehört es zum Christsein dazu, sich am kirchlichen Leben zu beteiligen“ (83 %) und „Bei persönlichen Problemen würde ich mich an kirchliche Ansprechpartner wenden“ (55 %). Bei allen vier Aussagen liegt dieser Typ deutlich über dem Katholikenschnitt.

Bei der Nutzung kirchlicher Angebote liegen die Gemeindeverwurzelten Signifikant über dem Durchschnitt, zum Beispiel beim Besuch besonderer Gottesdienste oder auch der normalen Sonntagsmesse, bei der interkonfessionellen oder -religiösen Begegnung, bei Gemeinschafts- und Freizeitangeboten oder bei der Nutzung kirchlicher Medien.

„Ich bin gläubiges Mitglied der Kirche und fühle mich mit ihr eng verbunden“ sagen 28 % der Gemeindeverwurzelten (im Gegensatz zum Durchschnitt von 17 % bei diesen so genannten „gläubigen Kirchennahen“). Die weitaus größte Gruppe (2/3 dieses Typs, 67%) ist den „kritisch Kirchenverbundenen“ („ Ich fühle mich der Kirche verbunden auch wenn ich ihr in vielen Dingen kritisch gegenüberstehe„) zuzuordnen. Der Durchschnitt liegt hier bei 52 %. Dass Katholik*innen mit dieser Grundorientierung zu 93 % gar keine Austrittsneigung verspüren verwundert nicht. Lediglich 6 % haben manchmal mit dem Gedanken gespielt, werden aber wahrscheinlich nicht austreten.

Zur Demografie: Es gibt keinen nennenswerten Unterschied bei der Geschlechterverteilung, aber die Altersgruppe der unter 50-jährigen ist mit 35 % (im Gegensatz zu 42 %) weniger vertreten. Ledige sind mit 20 % signifikant geringer vertreten, den größte Familienstand bilden mit 55 % die Verheirateten. Bei den Sinus-Milieus sind die Gemeindeverwurzelten bei den Konservativ-Etablierten (20 %) und der Bürgerlichen Mitte (16 %) überrepräsentiert, während die Milieus der Liberal-Intellektutellen und Sozialökologischen (je 5 %), der Expeditiven (4 %) und der Hedonisten (3 %) unterrepräsentiert sind.

In unserem Newsletter stellen wir Ihnen die Katholikenstudie „Kirchenmitglied bleiben?“ vor, die das Erzbistum München und Freising bei der MDG beauftragt hatte und die Sie hier beziehen können:
https://www.mdg-online.de/ueber-uns/downloads/

Schöner, größer, Spitzenservice

Buchhandlung erstrahlt in neuem Glanz

Seit dem Osterwochenende wurde in der Herzog-Wilhelm-Straße 5 in der Münchner Innenstadt gebohrt, gesägt und gehämmert. Und das hat sich gelohnt: Die Buchhandlung Sankt Michaelsbund ist jetzt noch schöner, noch größer und bietet wie gewohnt Spitzenservice.

Aufgestockt wurde das Belletristik- und Sachbuch-Angebot für Erwachsene, zudem wurden religiöse Geschenke, etwa zur Taufe oder Erstkommunion, Wohnaccessoires, Papeterie- und Food-Artikelneu ins Sortiment aufgenommen. „Entdecken Sie bei uns ein Angebot, das es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt. Dinge, die einfach Buchhandlung erstrahlt in neuem Glanz glücklich machen“, lädt Leiterin Regina Heinritz ein. Das Team der Buchhandlung sei sehr gespannt, wie die Kunden das Angebot an religiösen Geschenken für Familien annehmen würden. „Die Auswahl der wunderschönen Artikel hat uns jedenfalls große Freude bereitet“, verrät Regina Heinritz. Sie versichert außerdem: „Unsere beliebte Kinder- und Jugendbuchabteilung hat einen besonders schönen Platz im neuen Laden mit ausreichend Raum zum (Vor-)Lesen und Schmökern bekommen.“ Und auch ein riesiger Teddybär zum Kuscheln steht bereit. Kommen Sie also gerne vorbei, um das neue Schmuckstück zu bestaunen und sich wie gewohnt bestens beraten zu lassen!

Schulung für alle

Videos mit dem Smartphone

Raus aus der Hosentasche, kurz entsperren und auf Aufnahme drücken. Dank unseres Smartphones sind wir alle kleine Rundfunkanstalten. Wie Sie dieses Potential für Ihre Einrichtung nutzen können, zeigt Ihnen der Sankt Michaelsbund in einem Tagesseminar am Samstag, den 21. September 2019. Sie lernen, wie Sie mit ihrem Smartphone Filmaufnahmen machen, und diese zu einem einfachen aber ansprechenden Video auf dem Gerät selbst zusammenschneiden – egal ob für Facebook, Twitter oder Instagram.

Das erwartet Sie
• Das Smartphone als Videokamera, wie denke ich in Bildern?
• Handhabung, Stärken und Schwächen
• Best Practice Beispiele
• Videoschnitt per App: Clips einfügen, kürzen, schneiden, verschieben, löschen, Übergang wählen, Zeitlupe, Zeitraffer, Text, Ton, Musik
• Am Ende haben Sie ein fertiges Webvideo produziert.
Bitte bringen Sie Ihr Smartphone mit, sowie Lade- und PC-Kabel.

Das Seminar ist geeignet für iOS- und Android-Smartphones.

Ein Videodreh stellt hohe technische Anforderungen an das Smartphone. Wir weisen darauf hin, dass Ihr Smartphone je nach Alter und Modell vielleicht nur eingeschränkt nutzbar ist.

Im Seminar arbeiten wir mit kostenlosen Apps, die wir im Laufe des Seminars per WLAN gemeinsam herunterladen. Melden Sie sich dazu vorab im Apple oder Google Play Store mit einem eigenen Account an.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Melden Sie sich jetzt an!

Für Einsteiger und Fortgeschrittene

Homepage-Erstellung mit dem Redaktionssystem der Erzdiözese

Sie erstellen und betreuen die Internetseiten der Pfarrei oder einer kirchlichen Einrichtung und möchten Gottesdienste und Veranstaltungen selbständig und zügig eingeben. Dann sind Sie bei unseren Kursen für das INCCA-System des Erzbistums genau richtig! Wir haben passende Angebote für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Nächster Termin für Fortgeschrittene
(Teilnehmer sind bereits mit dem CMS vertraut und möchten ihre Kenntnisse vertiefen)
18. Juli (18.00 - 20.00 Uhr) – Donnerstag (Dieser Kurs findet als WEBINAR statt)

München 2019: Kirchliches Zentrum der Erzdiözese, Preysingstraße 97

20. September (10.00 - 17.00 Uhr) – Freitag
21. Oktober (13.00 - 19.00 Uhr) – Montag
18. Dezember (10.00 - 17.00 Uhr)  - Mittwoch (Fortgeschrittene)

Traunstein 2019: vhs-Seminarzentrum am Stadtplatz 38 / EDV - Raum 104

29. November (10.00 - 17.00 Uhr)  - Freitag

Anmeldungen unter:
https://www.erzbistum-muenchen.de/-/cms/cms-schulungen

Vorankündigung

Workshop: "Pfarrbriefe neu gestalten"

Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir unseren Workshop im Oktober nochmal an: Er richtet sich an Pfarreien und Pfarrverbände, die einen Relaunch ihres Pfarrbriefes geplant haben.

Was gibt es bei einer zeitgemäßen grafischen Gestaltung  zu  beachten? Was bei der Verwendung von Schriften? Was  bei  Fotos? Welche Software zur Gestaltung bietet sich an? Wie lassen sich Pfarrbrief und  Internet-Auftritt miteinander verbinden? Was ist bei den Texten und Inhalten zu beachten? Welche Zielgruppen wollen Sie ansprechen und was heißt das für Inhalt und Gestaltung?

Der Workshop findet mit einem begrenzten Teilnehmerkreis statt. So kann mit Ihnen konkret an Ihrem  Pfarrbrief gearbeitet werden und Sie sind gerüstet für den weiteren Prozess der Neugestaltung.

Termin und Veranstaltungsort werden noch bekannt gegeben.

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