Aktuelles

Total digital - Antragststellung leicht gemacht

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Julia Brandt, Projektadministratorin von „Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“, gibt am Freitag, 26. Juni 2020, 10 -11:30 Uhr Tipps für die erfolgreiche Antragsstellung in lokalen Bündnissen. Die Präsentation stellt den Rahmen des Förderprogrammes „Kultur macht stark“ vor und geht insbesondere auf das Projekt „Total Digital!“ ein. Das Konzept, förderfähige Positionen der Kalkulation sowie die wichtigsten Eckpunkte der Förderrichtlinien werden erläutert


Bayern im Buch 1/2020

© Sankt Michaelsbund

Mitte Mai erschien turnusgemäß das Heft 1/2020 von Bayern im Buch mit rund 140 Besprechungen zu Büchern über alle Regionen Bayerns, vom Regionalkrimi über Wander-/Fahrrad- und Freizeitführer bis zu Heimatkunde-Sachbüchern in ihrer ganzen Vielfalt. Im Einführungsartikel erinnert Hannes S. Macher an den ziemlich in Vergessenheit geratenen bairischen Dichter Georg Queri und stellt dessen Werk vor, das 2019 zum hundertsten Todestag des Schriftstellers im Münchner Allitera-Verlag neu herausgegeben wurde.

Alle Empfehlungen aus der aktuellen Ausgabe finden Sie im Online-Shop.

Die digitale Ausgabe des Hefts finden Sie unter www.michaelsbund-digital.de.


Webinar "Visions for Children´s Literature"

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DONNERSTAG, 4. JUNI 2020, 13 – 17 UHR (MEZ): WEBINAR DES GOETHE-INSTITUTS FINNLAND IN KOOPERATION MIT DER LANDESFACHSTELLE DES SANKT MICHAELSBUNDES, DER DEUTSCHEN AKADEMIE FÜR KINDER- UND JUGENDLITERATUR UND DEM FINNLAND-INSTITUT IN DEUTSCHLAND

Bilder- und Kinderbücher prägen das Weltbild, mit dem wir aufwachsen. Für Kinder ist es wichtig, sich in Erzählungen wiederzufinden und gleichzeitig die Vielfalt an Lebenswirklichkeiten, die sie umgeben, kennenzulernen. Dennoch bleibt die Frage zu stellen, ob unsere aktuelle Kinderliteratur in Deutschland, Finnland, Schweden oder Großbritannien die Heterogenität unserer Gemeinschaften widerspiegelt oder ob dieser kontinuierliche Zuwachs an Vielfalt für junge Leser:innen doch eher unsichtbar bleibt.

Diskutiert werden muss die Darbietung alternativer Bilder, Stimmen und Lebensformen in Büchern für die Jüngsten. Welche guten Beispiele können wir teilen? Und was können die verschiedenen Akteur:innen auf dem Buchmarkt – Autor:innen, Illustrator:innen, Vermittler:innen, Leser:innen, Verlage, Buchhandel, Büchereien und Schulen – voneinander lernen?

Die Kooperationspartner:innen laden für den 4. Juni, 13 bis 17 Uhr, zu einem gemeinsamen Webinar zum Thema „Visions for Children’s Literature“ ein. Keynote-Speaker:in ist Prof. Dr. Maisha Auma. Impulsvorträge aus Illustrator:innensicht geben Dapo Adeola (GB) und Allen Fatimaharan (GB), aus Autor:innensicht Johanna Lestelä (FI) und aus der Bibliotheksperspektive Woody Oliphant (SWE). Im Anschluss sind kleinere Arbeitsgruppen zu Einzelthemen geplant. Veranstaltungssprache ist Englisch.

Anmeldungen sind bis 29. Mai 2020 per E-Mail an anmeldungen.kultur.helsinki@goethe.de (mit Kurzinfos zu Ihrer Person und einigen Zeilen zur Motivation für die Teilnahme) möglich.
Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt.

Die offizielle Einladung mit Ablaufplan finden Sie hier in englischer Sprache.

Zur Pressemitteilung.

Begleitend zum Webinar haben die Kooperationspartner:innen mit weiteren Partnereinrichtungen eine Auswahl an Büchern zum Themenkomplex "Diversität" beziehungsweise "Children / People of Color" in einem Empfehlungsflyer zusammengestellt.

 

 


"Große-Fragen-Special" mit Rainer Oberthür

© Rainer Oberthür

Der Religionspädagoge und Autor aus Aachen startet ein "Große-Fragen-Special" mit Video-Lesungen zu Fragen von Kindern zu Glauben und Leben mit Gott, bspw. "Wie ist das mit dem Himmel und Gott?" Dazu stellt Rainer Oberthür kostenfrei vertiefendes Material zur Beschäftigung zur Verfügung. Auch ein Pfingst-Special ist schon online.

Mehr Informationen


Stärkung des ländlichen Raums - Antragstellung zur Zeit nicht möglich!

Hinweis vom 18. Mai 2020: Laut Auskunft des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv), ist es derzeit wegen Überzeichnung nicht möglich, neue Anträge zu stellen. Der dbv informiert Sie gern, sollte eine Antragstellung wieder möglich sein. Bitte tragen Sie unter folgendem Link Ihre E-Mail ein!

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert das Soforthilfeprogramm "Vor Ort für alle" des dbv für Bibliotheken in Kommunen bis 20.000 Einwohnern

Öffentliche Bibliotheken übernehmen in ländlich geprägten Regionen wichtige Funktionen: neben der Ausleihe von Medien bieten sie zunehmend auch Lernräume, Cafés, Maker Spaces und Veranstaltungsorte. Damit schaffen sie eine wichtige Grundlage, um die kulturelle Versorgung der Bevölkerung in der digitalen Gesellschaft zu sichern.

Das Soforthilfeprogramm „Vor Ort für alle“ unterstützt nun die digitale Ausstattung und Umsetzung zeitgemäßer Bibliothekskonzepte für die Transformation von Bibliotheken als „Dritte Orte“ in ländlichen Räumen. Dafür können Bibliotheken ab sofort Fördermittel in Höhe von bis zu 25.000 € beim Deutschen Bibliotheksverband beantragen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • wöchentliche Mindestöffnungszeit von 6 Stunden
  • die Bücherei befindet sich in einer Kommune bis 20.000 Einwohnern

Ab dem 15. Mai 2020 können sich hauptamtliche, nebenamtliche und ehrenamtliche Bibliotheken sowie Fahrbibliotheken mit ländlich geprägten Einzugsgebieten, welche die Voraussetzungen erfüllen, bewerben. In Ausnahmefällen sind auch Einrichtungen in Kommunen mit einer höheren Einwohnerzahl förderfähig, wenn sie den ländlichen Charakter ihres Einzugsgebiets nachweisen können. Eine Mitgliedschaft im dbv ist nicht erforderlich.

Das Soforthilfeprogramm wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.


Neue Leiterin der Landesfachstelle

Die Büchereiarbeit im katholischen Medienhaus und Büchereifachverband Sankt Michaelsbund erhält eine neue Führung. Dem in den Altersruhestand getretenen Michael Sanetra folgt Claudia Maria Pecher nach.


Gütesiegel Bibliotheken - Partner der Schulen 2020-2022

Seit 2006 werden öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, die besonders intensiv und beispielhaft mit Schulen zusammenarbeiten, mit dem Gütesiegel „Bibliotheken – Partner der Schulen” ausgezeichnet. Gewürdigt werden das herausragende Engagement von öffentlichen sowie wissenschaftlichen Bibliotheken bei der Kooperation mit Schulen in den Bereichen Leseförderung, Vermittlung von Informationskompetenz und bibliotheksfachliche Dienstleistungen für Schulbibliotheken.

Bewerben Sie sich bis zum 30. Juni 2020


Umsatzsteuer und Öffentliche Büchereien

© pixabay.com

Bisher waren lediglich Körperschaften des öffentlichen Rechts von der Umsatzsteuer befreit, die ab 2021 ebenfalls diese Steuer bezahlen müssen, also auch Kommunen und Pfarreien als Träger der Büchereien. Schon zahlreiche BüchereileiterInnen wurden von Kämmerern oder Kirchenpflegern auf diese Gesetzesänderung aufmerksam gemacht, was nun aber absolut kein Grund für Panik ist, denn:

  • eine Öffentliche Bibliothek muss nach den gesetzlichen Regelungen für ihre durch bibliothekstypische Dienste (Nutzerausweis, Mahnung, Kopien, Fernleihe, Flohmarkt usw.) erwirtschafteten Einnahmen keine Umsatzsteuer bezahlen.
  • Bei nicht bibliothekstypischen Leistungen (Caféteria, Garderobe etc.)  ist die Umsatzsteuerpflicht davon abhängig, ob dabei Einnahmen höher als 17.500,- Euro im Jahr erzielt werden.

Diese Aussage basiert auf § 4 UStG, der u.a. besagt: „Von den …Umsätzen sind steuerfrei:  

20. a) die Umsätze folgender Einrichtungen des Bundes, der Länder, der Gemeinden oder der Gemeindeverbände: ... Büchereien ...“

§ 4 UStG stellt noch weitere bibliotheksbezogene Sachverhalte von der Umsatzsteuer frei. Nummer 28 des Paragraphen benennt den Verkauf von Objekten als „steuerfrei“, wenn diese zuvor für eine nach Nr. 20 „steuerfreie Tätigkeit“ verwendet wurden. Der Verkauf von ausgesonderten Medien (Buch, CD, DVD, Spiel) auf einem Flohmarkt ist umsatzsteuerfrei. Das Gleiche gilt gemäß § 4 Nummer 22 UStG für kulturelle und belehrende Veranstaltungen (z.B. Bilderbuchkino, Lesungen, Kurse o.ä.), die ebenfalls von der Umsatzsteuer befreit sind. Der Gesetzgeber hat also sämtliche, durch bibliothekstypische Angebote erzielten Einnahmen, ausdrücklich von der Pflicht zur Zahlung von Umsatzsteuer befreit.

Im gleichen Paragraphen folgt auf o.a. zitierte Regelung der Steuerfreiheit für entsprechende kommunale Einrichtungen in Punkt 20a der Satz: „Das Gleiche gilt für die Umsätze gleichartiger Einrichtungen anderer Unternehmer, wenn die zuständige Landesbehörde bescheinigt, dass sie die gleichen kulturellen Aufgaben wie die in Satz 1 bezeichneten Einrichtungen erfüllen.“ Eine z.B. von einer Religionsgemeinschaft oder einem privatrechtlichen Verein unterhaltene Bibliothek muss also nur einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um gleichfalls von der Umsatzsteuerpflicht für Einnahmen befreit zu werden.

Der Sankt Michaelsbund hat diesen Antrag für alle seine Mitgliedsbüchereien bereits im vergangenen Jahr bei der Bayerischen Staatsbibliothek als zuständigen Behörde gestellt und mit Datum 10.9.2019 die entsprechende Bescheinigung für alle Büchereien in kirchlicher und gemischt kirchlich/kommunaler Trägerschaft erhalten.

Rechtlich wichtig: Mit dieser Bescheinigung wird nur die Gleichartigkeit des kulturellen Auftrags bestätigt, die Steuerbefreiung selbst wird auf der Basis dieser Bescheinigung nur vom zuständigen Finanzamt erteilt.

--> Interessierte Büchereien können diese Bescheinigung bei ihrer Diözesanstelle als Kopie anfordern. 

Selbstverständlich helfen Ihnen oder den Vertretern der Bibliotheksträger die Diözesanstellen und die Landesfachstelle ebenfalls gerne weiter. Abschließend weisen wir darauf hin, dass dieser Beitrag lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Daher können wir auch keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit geben.

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